DFMM-LV

Veröffentlicht am: 23.06.2022 von Karlheinz Vogel in: Referat Frauenschach Drucken

Die Deutsche Frauen Mannschaftsmeisterschaft der Landesverbände ist ein langer und sperriger Name für etwas, das (fast) alle mit dem Namen „Braunfels“ verbinden. Nachdem die Meisterschaften im Jahr 2020 Corona zum Opfer fiel, fand die letztjährige Ausgabe vom 21. bis 24. Oktober 2021 statt. Heuer fanden die 43. Meisterschaften wie üblich ab Fronleichnam bis zum Sonntag, also vom 16. bis 19. Juni, statt. Dabei war Braunfels bereits zum 28. Mal der Austragungsort.

Vorweg alle Einzelergebnisse und Partien gibt es auf der Turnierseite beim Schachbund

https://www.schachbund.de/dfmmlv2022.html

Andere mögen bei der Veröffentlichung schneller gewesen. Dafür hatten wir mit Biserka Brender eine exzellente Bildberichterstatterin vor Ort, die nahezu alle Situationen dokumentierte. Deshalb folgen jetzt noch ganz viele Bilder von ihr. D.h. für alle Bilder gilt - soweit nicht anderweitig gekennzeichnet - © Biserka Brender

zunächst alle Mannschaften in alphabetischer Reihenfolge:









Nun folgt zunächst der Blick durch die Württemberg-Brille:

Nachdem das erste Match gegen Schleswig Holstein mit 5:3 knapp an unsere Frauen ging - hier der Schluss der Partie an Brett 1:

folgte trotz einer kampflosen Niederlage gegen die an Nr. 3 gesetzte Mannschaft von Bayern I ein 4,5:3,5 Sieg - unter anderem auch weil Angelika wie entfesselt aufspielte:

 

Danach ging es in Runde 3 gegen die hohen Favoritinnen aus Nordrhein-Westfalen und es gelang unseren Frauen mehr als ein Achtungserfolg: obwohl die NRW-Frauen sich in den Runden 3 und 4 mit IM Anna Zatonskih weiter verstärkten, gaben die Favoritinnen gegen unsere Frauen doppelt so viel Punkte ab, wie in den zwei Begegnungen zuvor zusammen. Und Simona gelang ein weiterer Sieg und hatte zu diesem Zeitpunkt wie drei Mitkonkurrentinnen alle ihre Partien gewonnen.

Als hätten sich unsere Frauen den Zorn über die Niederlage aus Runde drei von der Seele spielen wollen, fegten sie die auf fünf gesetzten Sächsinnen mit 6,5 : 1,5 hinweg, auch wenn die Gegenwehr teilweise bis zum 116. Zug ging.

Somit war vor der letzten Runde klar, dass sowohl den NRW- wie auch unseren Frauen bereits ein Unentschieden zur Absicherung ihres ersten bzw. zweiten Platzes genügen würde. Beide ließen nichts anbrennen und gewannen 5:3. Unsere letzten beiden Partien erlaubten ein Spiel auf zwei Ergebnisse und beide gingen letztlich zu unseren Gunsten aus.

Insgesamt hat unser Team 30 ELO-Punkte zugelegt, wobei drei Spielerinnen 15 oder mehr Punkte gewannen und nur eine Spielerin in dieser Größenordnung verloren hat.

 

Mit 5 Punkten aus 5 Partien ging der Preis als beste Spielerin an Britta Leib (SH), auf 4,5 Punkte kam WIM Olena Hess (NRW), vier Punkte schafften Anke Freter (SH), Alessia-Mihaela Ciolacu (NRW) und Angelika Valkova. Auf 3,5 aus 4 kam Evgeniya Doluhanova, (beide Württ.) Die beiden Topscorerinnen aus SH konnten so maßgeblich zum dritten Platz beitragen, obwohl sie nur auf Rang 7 gesetzt waren.

Hier die Bilder von der Siegerehrung: einzige Spielerin mit 5 aus 5: Britta Leib
v.l.n.r. Evgeniya Doluhanova (3,5/4), Angelika Valkova (4), beide Württemberg, Olena Hess (4,5) und Alessia-Mihaela Ciolacu (4), beide NRW - es fehlt Anke Freter (SH)

Hier noch die Bilder vom 2. Platz der Württembergerinnen, sowohl drinnen als auch draußen

v.l.n.r. Anja Böhm (Vertreterin des Einzelhandels, BIG), Evgeniya Doluhanova, Tatiana Kostak, Angelika Valkova, Hannah Clara Rösler, Simona Gheng, Galina Timofeeva, Marina Noppes, Biserka Brender, Sebastian Swoboda (1. Vorsitzender SF Braunfels) - es fehlt Nadia Jussupow
diesmal werden unsere Spielerinnen von Sebastan Swoboda und Bürgermeister Christian Breithecker flankiert

 

Der Vollständigkeit halber sei noch auf die Berichte des Schachbunds und der anderen Landesverbände verwiesen.

Schachbund: https://www.schachbund.de/bericht-frauen/nordrhein-westfalen-verteidigt-titel-bei-der-frauen-laendermeisterschaft.html

Bericht NRW: https://schach-in-nrw.de/nrw-gewinnt-die-ndfmmdlv-in-braunfels

Bericht Schleswig Holstein: https://schachverband-sh.de/de/aktuelles/nachrichten/1434-dfmm-lv-in-braunfels
Über diesen dritten Platz freute sich der Berichterstatter mit dem Satz „Mien Deerns, dat heebt ji good maakt!“ zu Recht.

Niedersachsen: https://nsv-online.de/2022/06/deutsche-frauen-mannschaftsmeisterschaften-der-landesverbaende-2022/#more-6035

 

Am Samstag traf sich um 16 Uhr die Frauenkommission. Als Botschafterin für Frauenschach wurde Dr. Anita Stangl bestellt. Abgerundet wurde der Tag durch ein Blitzturnier um 19:30, an dem unsere Spielerinnen nicht teilnehmen konnten.

unsere Botschafterin fürs Frauenschach: Dr. Anita Stangl

und jetzt einfach noch ein paar Eindrücke rings um die Meisterschaft:

 die halbe Sieger-Mannschaft

 

IM Anna Zatonskih, nominell stärkste Spielerin des Turniers

 


wenn alles läuft, gibt es auch mal Pause für Schiedsrichter (R. Katz), Liveübertragung (H. Schumacher) und Organisation (S. Swoboda)

 

Sizilianisch scheinen die Hunde zu kennen, aber zwei gegen eine ist auch unfair!